Training

Alles rund um das Training


Trainingslager 2013 Mallorca

der zweite Akt...

Der zweite Trainingsblock ist abgeschlossen, entgegen aller "Lehrbücher" haben wir nur zwei Trainingstage zwischen den Ruhetagen gehabt. Leider gestaltet den Belastungszyklus das durchwachsene Wetter auf der Insel, so nutzen wir die Nicht-Regentage zum Hardcoretraining.

Nach dem Ruhetag am Montag wurde der Dienstag und Mittwoch zum umfang- und belastungsreichen Bergtraining auserkoren. Am Dienstag schlossen wir uns den Texpa-Simplon Fahrern Christian Kreuchler und Wolfgang Mayer an, um eine ausgiebige Männer-Tour in den Bergen zu absolvieren. Der erste Anlaufpunkt war das Cap Formentor, nachdem wir im Eiltempo den 10min-Anstieg absolvierten stürzten wir uns beherzt in die Abfahrt. Hier erwischte mich zum ersten Mal seit anderthalb Jahren der Pannenteufel auf dem Rennrad, Durchschlag vorne UND hinten in einem Streich passiert doch schon sehr selten. Zum Glück habe ich geklebtes Textilfelgenband auf der Felge, somit entwich die Luft langsam und ich konnte gemächlich ausrollen.
Unsere beiden Begleiter ließen wir fahren, kalter Wind macht das Warten zu viert auch nicht wärmer. Olaf und ich setzten anschließend unsere Tour fort, wieder auf der Höhe in Richtung Insel sahen wir jedoch die wolkenverhangenen Berge. Der Entschluss fiel somit leicht, eine Intervalleinheit an diesem Berg sollte unumgänglich sein und wenn die Wolken die Berge wieder freigeben, könnten wir ja dahin fahren.
Doch dazu kam es nicht, nachdem die Wolken sich verzogen hatten, waren die Berge in Schnee gehüllt. Somit zogen wir unser Programm am Formentor gnadenlos durch und im Anschluss an die Intervalle fuhren wir noch ein lockeres Ausrollründchen. 154km und weit mehr als 2.000hm wurden dem Fahrtenbuch hinzugefügt, unsere Begleiter Christian und Wolfgang mussten dem Wetter Tribut zollen und entschlossen sich zum Abbruch ihres Trainings. So kann man eben aus einer Panne auch mal seinen Nutzen ziehen, also alles richtig gemacht, kann man sagen.

Der Mittwoch sollte nun endlich unser erster Tag auf der Insel werden, wo wir nicht ständig gen Himmel schauen und die Lücken in der Wolkendecke suchen müssen. Bei strammen Wind setzten wir uns wiederum mit Kreuchler-Air und zusätzlich unseren Teamkameraden Jochen Hansch und Gregor Kazun in Richtung Süden in Gang. Welches Tempo heute angesagt war, wurde unmittelbar nach Verlassen des Hotels spürbar. Weit jenseits der 30 km/h und mit Gegenwind flogen wir über den Asphalt, mit einem 30er Schnitt erreichten wir den Sant Salvador, wo wir noch ein paar Intervalle einbauen wollten.

Viermal ging es mit Schmackes die 300hm hinauf, den anschließenden Kaffee in einem Geheimtipp-Café in Felanitx genossen wir da noch in vollen Zügen. Was diese Gabe bei unserem Piloten Christian bewirkt, wurde im Anschluss spürbar, in 2:15h wurden 75km zurückgelegt. Zunächst dachte ich ja, der Kleine müsste ja irgendwann im Wind kleinbeigeben, doch daraus wurde leider nichts. Hinten keulten Olaf und ich um den Anschlussflug nicht zu verpassen, nach 2:40 hatte diese Hammertour auch ein Ende. Gegenseitig stützend schleppten wir uns die Treppe hinauf und mussten uns erstmal kneifen, über das eben erlebte...
185km in 6:22h mit über 2.200hm waren das Arbeitszeugnis vor dem heutigen Ruhetag, welcher mit dem erzwungenen Programm keinen Tag zu spät kam.

Die statistischen sechs Regentage vom Februar hatten wir allesamt in unseren ersten sieben Tagen auf der Insel, zum Glück beginnt morgen ein neuer Monat mit wiederum den nächsten sechs Regentagen, welche die Statistik auswirft. Wollen wir hoffen, dass wir davon verschont bleiben und die verbleibenden 7 Tage Radsportferien zu einem vollen Erfolg werden.
In der ersten Woche haben wir in den fünf Trainingstagen 760km und knapp 28h auf dem Rad gesessen, einiges an Fleisch, Fisch, Eier, Müsli, Kuchen, Eis, Salat, Kaffee und vor allem Wasser konsumiert, nicht viel Sonne dafür umso mehr Regen abbekommen, tolle Landschaften gesehen und richtig leckeren Cappuccino getrunken. Ab morgen geht es dann wieder verschärft im Training weiter, Schwerpunkt der zweiten Woche wird wohl mit Unterstützung der Sonne das Bergtraining sein.

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